Glossar
Marketinggeneral

Landing Page

Auch: LP, lander, campaign page, conversion page, page d'atterrissage, page de destination

Eine eigenständige Webseite für ein einziges Kampagnenziel, die Conversions maximiert, indem sie Ablenkungen entfernt und Besucher auf eine einzige Aktion fokussiert.

Was es ist

Eine Landing Page ist eine eigenständige Webseite für eine bestimmte Kampagne oder Zielgruppe mit einem einzigen Conversion-Ziel. Anders als eine Homepage, die viele Zwecke und Zielgruppen bedient, entfernt eine Landing Page Navigation und konkurrierende Links, sodass der Besucher vor einer klaren Wahl steht: die vorgesehene Aktion abschließen.

Diese Aktion heißt Conversion. Das kann das Ausfüllen eines Formulars sein, die Buchung einer Demo, der Download eines Reports oder ein Kauf. Der Traffic kommt meist aus einer bezahlten Anzeige, einer E-Mail, einem Social Post oder einem QR-Code, und die Landing Page führt genau das Versprechen fort, das diese Quelle gegeben hat.

Warum es zählt

  • Fokus bringt Ergebnisse: weniger Auswahlmöglichkeiten bedeuten höhere Conversion Rates.
  • Message Match: die Seite spiegelt die Anzeige oder E-Mail, die den Besucher geschickt hat, das schafft Vertrauen und senkt die Bounce Rate.
  • Messbar: weil jede Seite ein Ziel verfolgt, lässt sich Spend sauber Ergebnissen zuordnen.
  • Testbar: Varianten lassen sich per A/B-Testing vergleichen, um die Performance über die Zeit zu verbessern.

Wie es in der Praxis eingesetzt wird

Eine typische Landing Page enthält einen kleinen, bewusst gewählten Satz an Elementen:

  • Eine Headline, die das Angebot wiederholt.
  • Einen kurzen Block unterstützenden Text und Belege (Testimonials, Logos, Kennzahlen).
  • Ein einziges Call to Action (CTA), oft wiederholt.
  • Ein Formular oder einen Button, so kurz wie es das Ziel zulässt.
  • Minimale oder gar keine Seitennavigation.

Teams launchen mehrere Versionen für verschiedene Segmente, messen die Conversion Rate (Conversions geteilt durch Besucher) und iterieren. Wichtige Einflussgrößen sind Qualität der Traffic-Quelle, Ladegeschwindigkeit der Seite, mobiles Layout und Formular-Friktion.

Konkretes Rechenbeispiel

Ein Weiterbildungsanbieter schaltet eine Paid-Search-Anzeige: „Executive AI Strategy, 2 day program.“ Ein Klick öffnet eine Landing Page, deren Headline „Executive AI Strategy, 2 day program“ wiederholt, drei Ergebnisse auflistet, zwei Alumni-Zitate zeigt und ein CTA anbietet: „Request the syllabus.“

Angenommen:

  • 4.000 Besucher kommen an.
  • 320 senden das Formular ab.
  • Conversion Rate = 320 / 4.000 = 8 %.
  • Der Ad Spend beträgt 8.000, also Cost per Lead = 8.000 / 320 = 25.

Eine zweite Variante verkürzt das Formular von sechs Feldern auf drei. Sie konvertiert mit 11 % und senkt den Cost per Lead auf etwa 18. Das Team behält die Gewinnervariante und verteilt das Budget um. Das zeigt, wie kleine Änderungen an der Seite sich direkt in Pipeline und Kosteneffizienz übersetzen.

From traffic source to a single conversionAd / Email /Social postLanding pageHeadlineProof / quotesSingle CTAConversion(form / buy)No navigation, one goal only
A landing page keeps the visitor focused on one action, from ad click to conversion.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Landing Page und einer Homepage?

Eine Homepage bedient viele Zielgruppen und Zwecke gleichzeitig, während eine Landing Page eine eigenständige Seite für eine Kampagne mit einem einzigen Conversion-Ziel ist. Die Landing Page entfernt Navigation und konkurrierende Links, sodass der Besucher vor einer klaren Wahl steht. Wegen dieses Fokus wird Kampagnen-Traffic in der Regel auf eine dedizierte Landing Page geleitet und nicht auf die Homepage.

Was zählt auf einer Landing Page als Conversion?

Die Conversion ist die eine Aktion, für die die Seite gebaut wurde: ein Formular absenden, eine Demo buchen, einen Report herunterladen oder einen Kauf abschließen. Die Conversion Rate sind Conversions geteilt durch Besucher, 320 Formularabsendungen bei 4.000 Besuchern ergeben also 8 %. Eine Seite, ein Ziel: das macht diese Zahl interpretierbar.

Welche Elemente sollte eine Landing Page tatsächlich enthalten?

Eine bewusst kurze Liste: eine Headline, die das Angebot wiederholt, einen Block unterstützenden Text mit Belegen wie Testimonials, Logos oder Kennzahlen, ein einziges, oft wiederholtes Call to Action, ein Formular oder einen Button, so kurz wie es das Ziel zulässt, und minimale oder gar keine Seitennavigation. Alles darüber hinaus konkurriert mit der Conversion. Die Disziplin liegt im Weglassen, nicht im Hinzufügen.

Warum ist Message Match zwischen Anzeige und Seite so wichtig?

Weil die Landing Page genau das Versprechen fortführen muss, das die Anzeige, E-Mail oder der Social Post gegeben hat, über die der Besucher kam. Wiederholt die Headline das Angebot wortgleich, hält das Vertrauen und die Bounce Rate sinkt; tut sie es nicht, geht der Besucher davon aus, falsch geklickt zu haben. Eine Paid-Search-Anzeige mit dem Text "Executive AI Strategy, 2 day program" sollte auf eine Seite führen, deren Headline dasselbe sagt.

Wie verändert ein kürzeres Formular den Cost per Lead?

Direkt, denn Cost per Lead ist Ad Spend geteilt durch Conversions. Im Rechenbeispiel ergeben 4.000 Besucher und 320 Formularabsendungen bei 8.000 Ad Spend einen Cost per Lead von 25. Das Formular von sechs Feldern auf drei zu kürzen hebt die Conversion Rate auf 11 % und senkt den Cost per Lead auf rund 18, bei identischem Traffic und Spend.